Fahrrad Nielandt - mit Tradition - im Wandel der Zeit

 

Die Zeit vor dem zweiten Weltkrieg...

Der gelernte Seemaschinist Carl Nielandt, geboren 1894, gründete 1921 am 1.10.1921 in der Iflandstraße in Hamburg Hohenfelde eine Fahrradhandlung mit Reparaturwerkstatt.

1923 verlegte er den Geschäftssitz in den damals neuen Stadtteil Dulsberg in die Strassburger Straße. Hier erweiterte er sein Geschäftsprogamm durch die Aufnahme von Nähmaschinen und deren Reparatur.
Ende der 20iger Jahre stieg er zusätzlich, um auch die geschäftsruhigere Winterzeit zu überbrücken in das Geschäft mit „Sprechmaschinen“ ein. Bei den „Sprechmaschinen“ handelte es sich um nichts anderes als um  handaufgezogene Grammphone und den dazu gehörigen Schallplatten.

Bis etwa 1933 waren die Geschäfte recht mühselig, doch in den Jahren bis zum Zweiten Weltkrieg hellte sich das Klima auf: die geschäftliche Aufwärtsentwicklung wurde jäh durch den Krieg unterbrochen.

 

Die Zeit des Krieges und danach...

Carl Nielandt musste, nachdem er auch schon im Ersten Weltkrieg gedient hatte, nun auch in den Zweiten ziehen. Der Laden wurde 1943 bei einem Bombenangriff zerstört.

Im Sommer 1945 kam er wieder nach Hamburg und baute sich in den Ruinen seinen Laden wieder auf.
Da es keine Ware zu kaufen gab und er sowieso kein Geld hatte, sammelte er sich alte Fahrräder aus den Ruinen und restaurierte und reparierte das, was noch brauchbar war. Dankbare Kunden gab es – auch wenn sie kein Geld hatten, aber der eine hatte Kartoffeln, der andere Gemüse oder Fisch und was es sonst noch zu tauschen gab. In den folgenden Jahren normalisierte sich das Leben und es ging wieder aufwärts.

Er führte mit seiner Ehefrau das Geschäft bis zu seinem viel zu frühen Tod 1960.

 

Ein neuer Aufbruch...

Mit Unterstützung Ihres Sohnes Detlef Nielandt führte sie das Geschäft weiter. Dieser erlernte in den folgenden Jahren das Mechaniker Handwerk und legte mit Sondererlaubnis der Handwerkskammer Hamburg 1965 die Meisterprüfung ab und war damit einer der jüngsten Mechanikermeister Deutschlands.

1968 übernahm Detlef Nielandt und seine Frau Annemarie die Geschicke der Firma und bauten das Geschäft weiter aus.
Es wurden Geschäftsräume dazu gemietet und miteinander verbunden. Ebenso wurde das Warensortiment ausgeweitet. 1979 wandelten sie die Firma in eine GmbH um und traten zeitgleich der Z.E.G. bei.