Kettenwechsler

6 Schritte, und der vordere Kettenwechsler funktioniert garantiert fehlerfrei:

Umwerfer einstellen

  • 1. Der vertikale Abstand des Umwerfer-Käfigs zum großen Kettenblatt muss stimmen - und alle Schaltungshersteller schreiben hier 1 bis 3 mm vor.
  • 2. Bevor die Umwerferschelle endgültig angezogen wird, muss das äußere Kettenleitblech exakt parallel zum großen Kettenblatt ausge-
    richtet werden.
  • 3. Damit die Kette nicht zum Rahmen hin vom Umwerfer herunter geworfen wird, stellt man diesen mit der "Low" bezeichneten Anschlagschraube so ein, dass noch 2 mm Luft zwischen Kette und Umwerferkäfig ist (Kette vorne auf dem kleinen Blatt, hinten auf dem größten Ritzel).
  • 4. Jetzt (mit der Kette auf dem kleinen Blatt) wird der Schaltzug auf Spannung festgeklemmt.
    Auch in der Stellung "kleines Blatt" ("Low", 1) muss der Zug leicht gespannt sein.
    Dazu dreht man die Einstellschraube am linken Schalthebel heraus.
  • 5. Damit weder die Kette abgeworfen wird, noch die Kurbel bei jeder Umdrehung mit dem Umwerfer kollidiert, wird jetzt die äußere Anschlagschraube ("High") eingestellt:
    Die Kette (hinten auf dem kleinen Ritzel, vorn auf dem großen Blatt) sollte 2 mm Raum zur rechten Seite des Umwerferkäfigs haben, links mehr. Warum?
    Weil die Kette links noch mehr Platz für die leichteren Gänge hinten haben muss

Unser Tipp!

Unter kräftigen Pedaltritten kann sich selbst der steifste Alu-Rahmen so verwinden, dass vorne auf dem größten Blatt die Kette rechts am Umwerfer streift. Prüfen Sie dann die Einstellung (besonders Punkt 5). Hat die Kette rechts 2 - 3 mm Abstand zum Umwerfer? Dann drehen Sie bitte nicht die Anschlagschraube "High" weiter heraus, denn sonst schleift die Kette in den leichteren Gängen links. Stattdessen: Ändern Sie dringend Ihren Fahrstil! Radfahren ist ein Ausdauersport - kein Kraftsport. Versuchen Sie mit einer Trittfrequenz zwischen 70 - 90 Umdrehungen pro Minute zu fahren!

  • 6. Jetzt wird vorn auf das mittlere Blatt und hinten auf dass größte Ritzel geschaltet. Zwischen Kette und innerem Umwerferleitblech sollte ein minimaler Abstand sein (0,5 mm). Gleicher Test nochmal auf dem kleinsten Ritzel. Per Einstellschraube am Schalthebel regulieren. Dann hinten auf ein mittleres Ritzel und vorn noch ein paar Mal zur Kontrolle schalten - fertig.

Schaltwerk

5 Schritte, und die Gangwechsel funktionieren wieder lautlos und exakt wie ein Schweizer Meisteruhrwerk:

Schaltwerk einstellen

  •  1. Zunächst wird das obere Schaltwerkleitröllchen per Einstellschraube ("High") exakt unter das kleinste Ritzel positioniert - am besten noch bevor der Schaltzug befestigt wird.
  • 2. Jetzt wird der Schaltzug angeklemmt - und mit dem Stellring am Schaltwerk unter leichte Spannung gesetzt.     

Achtung

Bei SRAM-D.I.R.T.- und SRAM-ESP-Schaltwerken fehlt dieser Stellring, stattdessen kommt die Einstellschraube am rechten Drehgriff zum Einsatz.

  • 3. Noch vor der Feineinstellung schaltet man nun aufs größte Ritzel und dreht die untere Einstellschraube ("Low") so weit herein, dass Ritzel und Leitröllchen wiederum fluchten.
  • 4. Nun kommt die Kette vorn auf das kleine Blatt. Mit der sogenannten B-Screw wird das Schaltwerk so positioniert, dass zwischen dem größten Ritzel und der Leitrolle eineinhalb Kettenglieder frei sind. Tipp: Dabei von Hand rückwärts kurbeln, dann ist das Schaltwerk beweglicher.
  • 3. Noch vor der Feineinstellung schaltet man nun aufs größte Ritzel und dreht die untere Einstellschraube ("Low") so weit herein, dass Ritzel und Leitröllchen wiederum fluchten.
  • 5. Zuletzt wird vorwärts gekurbelt und auf das dritte Ritzel (von unten) geschaltet. Dann den Schaltwerkstellring (oder die Einstellschraube am Schalthebel) so weit herausdrehen, dass die Kette gerade nicht am vierten Ritzel streift. Zur Kontrolle schaltet man nun noch einmal alle Gänge durch - perfekt, oder?